
Bergbaufolge
Neues Leben nach der Naturzerstörung: stillgelegte Tagebaue
Die Energieversorgung der ehemaligen DDR basierte zu einem Großteil auf der heimischen Braunkohle. Sie wurde in offenen Gruben in der Lausitz und rund um Leipzig abgebaut, wobei ganze Landschaften weggebaggert wurden. Die zurückbleibenden Bergbaufolgelandschaften besitzen durch ihre Großräumigkeit, Störungsarmut, Nährstoffmangel sowie ihre säurehaltigen Böden und Gewässer ganz eigene ökologische Qualitäten. Nach der Wiedervereinigung gingen die nicht mehr genutzten Braunkohletagebaue in Ostdeutschland in das Eigentum einer bundeseigenen Sanierungsgesellschaft über, die die Flächen insbesondere für eine forstliche, landwirtschaftliche oder touristische Folgenutzung herrichtet,
Dabei wurden einzelne ehemalige Braunkohleabbauflächen als Nationales Naturerbe dauerhaft dem Naturschutz gewidmet. Bei der Sanierung werden Naturschutzaspekte besonders berücksichtigt. So entstehen neue Landschaften, die sich zu wertvollen Lebensräume für besonders angepasste Tier- und Pflanzenarten entwickeln können.
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